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Erektile Dysfunktion - Symptome / Diagnose


Symptom für schwerere Störungen

Damit eine Erektion zustande kommen kann, muss ein komplexes Regelwerk aus Nerven, Blutgefäße, Hormone und Psyche zusammenarbeiten. Entsprechend vielfältig sind die Möglichkeiten, wenn es zu Potenzstörungen kommt. Bei der überwiegenden Mehrzahl der Fälle sind es organische Ursachen, die vor allem bei Männern über 50 Jahren eine erektile Dysfunktion auslösen. Dazu gehören in erster Linie

Damit sind Potenzstörungen auch immer ernstzunehmende Warnzeichen einer möglicherweise schwereren Erkrankung, die auf jeden Fall behandelt werden muss. Deshalb sollten Erektionsstörungen immer ernst genommen und von einen Arzt, in der Regel einem Urologen, betreut werden.

Gefahr durch Fahrradsattel

In etwa Prozent der Störungen bei Männern bis 35 Jahren ist die Potenzstörung psychisch bedingt. Nach neuesten Erkenntnissen gibt es aber noch mindestens einen wesentlich trivialeren Grund für Potenzstörungen: Schlechte Fahrradsättel.

Nach einer Reihe von Studien, die in der September-Ausgabe des amerikanischen Journals für Sexualmedizin zusammenfassend veröffentlicht wurden, sind Forscher weltweit zu der Einsicht gelangt, dass Fahrradsättel erheblich zu Potenzstörungen beitragen. Durch das tropfenförmige Design des Sattels wird beim Sitzen ungefähr ein Drittel des gesamten Körpergewichtes auf das Perineum, also den Bereich zwischen After und den äußeren Geschlechtsteilen, gelegt. Deshalb führt langes und häufiges Sitzen auf Fahrradsätteln dazu, dass Blutzufuhr und Erregungsleitung über Arterien und Nervenbahnen zum Penis eingeschränkt wird und nicht genügend Druck aufgebaut werden kann, um eine komplette Erektion zu erzielen.

Untersuchungen und Diagnose

Um den Ursachen einer erektilen Dysfunktion auf die Spur zu kommen, sind umfangreiche Untersuchungen notwendig. Dazu muss der Betroffene nicht nur die Scheu vor dem ersten Arztbesuch überwinden, sondern sich darauf einstellen, dass der Arzt eine Reihe sehr persönlicher Fragen stellen wird, die sich auf Sexualleben, Partnerschaft, den beruflichen Alltag und den Freizeitbereich beziehen. Ein erfahrener Arzt wird darüber hinaus den jeweiligen Lebenspartner in die Beratung und Behandlung mit einbeziehen.

Bei der Untersuchung in der Praxis werden Penis und Hoden abgetastet, der Blutdruck gemessen und Blut- und Urinuntersuchungen durchgeführt. Mit einer Bestimmung des Hormonstatus kann abgeklärt werden, ob hormonelle Änderungen die Ursache der Potenzstörung sind. Weil bei einem gesunden Mann in Tiefschlafphasen unwillkürliche Erektionen auftreten, die mit Hilfe des jeweiligen Partners erfragt werden oder mit Messgeräten nachgewiesen werden können (Tumeszenzmessung), kann man in diesen Fällen davon ausgehen, dass eine körperliche Störung nicht vorliegt.

Wird weiter nach organischen Ursachen gesucht, dann können
Ultraschall-Untersuchungen der Blutgefäße des Penis in Ruhe und nach Injektion eines erektionsfördernden Medikaments (Schwellkörperinjektionstest SKIT) durchgeführt werden. Allerdings kann dieser Test durch Nikotingenuss oder Stress bei Untersuchung auch falsch negativ ausfallen. Bei Diabetikern werden elektrische Reize eingesetzt um festzustellen, ob Nervenschädigungen die Ursache der Störung sind.

letzte Aktualisierung: 27.01.2010
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