Unterhautfettgewebe wird zum Beispiel vom Bauch, von der Außen- oder Innenseite der Oberschenkel oder vom Gesäß entnommen, gereinigt, zentrifugiert und in kleine Injektionsspritzen abgefüllt. Mit feinen Spezialkanülen werden dann kleine Fettportionen an anderen Körperarealen wieder eingespritzt.
Körpereigene Fettzellen werden bestens vertragen und nicht abgestossen wie köperfremdes Material. Sie können auch keine Allergien auslösen. Als lebender Zellverbund wachsen sie an Ort und Stelle ein und wandern nicht und halten ein Leben lang. Mit der modernen Mikrofettinjektionstechnik nach Coleman kann man passgenau formen wie ein Bildhauer (sulptural fat grafting technique).
Sie wird überall dort eingesetzt, wo es durch Krankheit oder den Alterungsprozess zum Fettgewebs- oder Weichteilschwund gekommen ist oder wo mehr "Fülle" gewünscht wird.
So kann man Falten im Gesicht unterspritzen, Lippen voller machen, tiefe Augenringe glätten, Wangen- und Jochbeinregion auffüllen und damit jugendlicher machen.
Die Eigenfetteinspritzung wird auch im Sinne eines "unblutigen Facelifts" eingesetzt oder ergänzt dieses, so dass man mit einem kleineren Eingriff auskommt. Auch verbliebene Dellen nach Fettabsaugung lassen sich mit dieser Methode wieder glätten. Vor Brustvergrößerung mit Eigenfett ist abzuraten. Die benötigten Mengen sind zu groß. Die eingespritzten Fettzellen gehen teilweise zugrunde, verflüssigen sich zu "Zysten" und können dann verkalken, was in der Mammographie mit Brustkrebs verwechselt werden könnte.
Die meisten Behandlungen lassen sich in örtlicher Betäubung mit oder ohne zusätzlichen Dämmerschlaf schmerzfrei durchführen. Eine stationäre Unterbringung ist nur selten nötig.
Mit dieser Technik lassen sich sehr natürliche Ergebnisse erzielen, die den großen Vorteil haben, dass sie ein Leben lang halten. Diepostoperative Schwellung und gegebenenfalls bläuliche Verfärbungverschwinden zwischen einer und drei Wochen. Schmerzen sind nicht zuerwarten. Die Behandlung ist insgesamt wenig belastend. Eine spezielle Nachbehandlung ist nicht erforderlich.
Im Labor lassen sich schon heute Fettzellen züchten und vermehren.Es ist zu erwarten, dass diese Methode in der Zukunft zur Anwendung auch beim Menschen zur Verfügung stehen wird.
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