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Sjögren-Syndrom - Hintergrund / Einleitung


Sjögren-Syndrom (SS)

Das Sjögren-Syndrom (SS) ist eine zur Gruppe der systemischen Bindegewebserkrankungen (Kollagenosen) gehörende Erkrankung des Immunsystems mit unbekannter Ursache. Frauen sind davon neunmal häufiger als Männer betroffen. Beim Sjögren-Syndrom liegt ein entzündlicher Befall der Tränen- und Speicheldrüsen vor, der zu den häufigsten und meist frühzeitig vorhandenen Symptomen Mund- und Augentrockenheit führt.

Das SS kommt als eigenständige Erkrankung („primäres SS“) oder auch als Begleitgeschehen bei anderen Erkrankungen des Immunsystems wie z.B. der rheumatoiden Arthritis oder dem Lupus erythematodes vor („sekundäres SS“). Innerhalb der Gruppe der rheumatischen Immunerkrankungen ist das Sjörgen-Syndrom nach der rheumatoiden Arthritis am zweithäufigsten.

 

Tipps zur Krankheitsbewältigung beim Sjögren-Syndrom (SS)

  • Auf intensive Mundpflege (milde Zahnpasta verwenden) und sorgfältige Kariesprophylaxe (Vermeidung von zuviel Zucker, Fluorgabe), außerdem auf häufige zahnärztliche Kontrollen ist zu achten! 
  • Anwendung von Kauhilfen (z.B. zuckerfreier Kaugummi) stimuliert die Speicheldrüsen
  • Die erhöhte Infektionsgefahr beachten – im Zweifelsfall umgehende Facharzt-Konsultation (und ggf. Antibiotika-Einsatz) sinnvoll. Auch plötzliches schmerzhaftes Anschwellen der Speicheldrüse spricht für eine infektiöse Komplikation
  • Ausreichende Luftbefeuchtung sowie Vermeidung von ungünstigen Umgebungsbedingungen (Klimaanlage, Rauchen) beachten, bei starkem Wind Brille mit seitlichem Schutz verwenden
  • Nächtliche Anwendung von Augengel oder -salbe anstatt künstlichen Tränen ist mit deutlich verlängerter Wirkung (und damit ungestörterem Schlaf) verbunden
  • Bei Beteiligung der Nasenschleimhaut ausreichende Verwendung von Nasengel, um der ansonsten drohenden Borkenbildung entgegenzuarbeiten
  • Eine „bleierne“ Müdigkeit ist für das SS typisch – gönnen Sie sich soviele Ruhepausen wie möglich (Nachmittagsschlaf)
  • Erfahrungsaustausch mit Leidensgefährten nutzen
letzte Aktualisierung: 25.05.2010
Autor - Prof. Dr. Klaus Krüger 
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