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Divertikel-Erkrankungen - Hintergrund / Einleitung


Divertikel-Erkrankungen - wenn der Darm sich ausstülpt

Immer häufiger leiden Menschen an Divertikel-Erkrankungen. Die säckchenförmigen Ausstülpungen der Darmwand verursachen in den meisten Fällen keine Beschwerden - falls doch, sollten Betroffene umgehend ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Eine ballaststoffreiche Ernährung beugt der Bildung von Divertikeln wie auch schwereren Folgen dieser Erkrankung vor.

Die Zahl der Divertikel-Erkrankungen hat in den westlichen Industrieländern in den vergangenen Jahrzehnten stetig zugenommen. Für 40- bis 60-Jährige wird eine Häufigkeit von 7 bis 12 Prozent angenommen, bei den über 60-Jährigen sind 40 bis 50 Prozent betroffen. Damit gehört die Divertikulose zu den häufigsten Dickdarmerkrankungen.

Was steckt hinter dem Fachausdruck Divertikel?

Divertikulum bedeutet im Lateinischen Abweg, Abweichung; Divertikel sind kleine, sackförmige Ausstülpungen. Sie können in verschiedenen Organen auftreten. Wird keine genauere Angabe gemacht, sind im Allgemeinen Ausstülpungen der Dickdarmwand gemeint. Kommen diese Ausstülpungen nicht vereinzelt, sondern in größerer Anzahl vor, spricht man von einer Divertikulose. Entzünden sich die Divertikel, handelt es sich um eine Divertikulitis.

Ursache der Divertikel-Erkrankung

Die genaue Ursache der Ausstülpungen konnte bisher nicht geklärt werden. Man geht aber davon aus, dass die vergleichsweise ballaststoffarme Ernährung in der westlichen Welt eine wichtige Rolle spielt. Zum Beispiel nehmen Vegetarier viel mehr Ballaststoffe zu sich als "Fleischesser" - und sind viel seltener von Divertikulose betroffen.

letzte Aktualisierung: 29.01.2010
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