Diabetes melitus
Mit dem Begriff Diabetes (griech. für „hindurchfließen“) wird eine Reihe von Stoffwechselstörungen bezeichnet, von denen die Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus, „mellitus“ = lat. für „honigsüß“) die bekannteste ist. Bei dieser chronischen Erkrankung ist der Blutzuckerwert, also der Glukosespiegel im Blut, erhöht (Hyperglykämie), was zu schwer wiegenden Folgeschäden führen kann.
Glukose ist der wichtigste energieliefernde Nährstoff im Organismus und wird von den Zellen mithilfe von
Insulin, einen von den Betazellen der Bauchspeicheldrüse gebildeten Eiweißstoff, aus dem Blut aufgenommen.
Beim
Diabetes mellitus ist diese Glukoseaufnahme gestört, sodass der Körper auf seine Fettdepots zurückgreifen muss. Die Ursachen sind entweder ein Insulinmangel aufgrund einer Zerstörung der Betazellen (
Diabetes mellitus Typ 1) oder aber eine Resistenz der Körperzellen gegenüber
Insulin (Typ 2). Beim
Diabetes mellitus Typ 1 gilt ein Zusammenwirken von erblicher Veranlagung und Umweltfaktoren wie Virusinfektionen oder Ernährung als Auslöser einer gestörten Immunreaktion, bei der sich die Abwehrkräfte gegen die körpereigenen, insulinproduzierenden Betazellen richten. Diese Erkrankung tritt meist schon im Kindes- oder Jugendalter auf. Dagegen entwickelt sich das verminderte Ansprechen der Körperzellen auf
Insulin beim
Diabetes mellitus Typ 2 langsam und als Folge von Bewegungsmangel, fettreicher Ernährung und Übergewicht. Die Symptome der Zuckerkrankheit treten dann zumeist erst jenseits des 40. Lebensjahres in Erscheinung, weshalb früher auch von „Altersdiabetes“ gesprochen wurde.
letzte Aktualisierung: 12.03.2010
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