
Beim Diabetes mellitus Typ 2 kann die Insulinproduktion in der Bauchspeicheldrüse über die Jahre so weit abnehmen, dass die Behandlung mit richtiger Ernährung und Blutzucker senkenden Tabletten nicht mehr ausreicht. Zwar ist durchaus noch etwas Insulin in der Bauchspeicheldrüse und im Blut vorhanden, aber angesichts der bestehenden Insulinresistenz reicht die Insulinmenge nicht aus. Die Patienten erhalten entweder eine Kombinationstherapie mit Blutzucker senkenden Tabletten und Insulin oder die alleinige Therapie mit Insulin. Entscheidend ist ein gutes Einstellungsergebnis mit entsprechenden HbA1c-Werten.
Bei der Kombination sollte das Insulin möglichst niedrig dosiert sein - unter Fortführung der bisherigen Behandlung mit blutzuckersenkenden Tabletten. Es muss mit kleinen Insulinmengen von vier bis sechs Einheiten pro Tag begonnen werden. Heutzutage werden zur Kombinationstherapie hauptsächlich Insulin sparende Medikamente wie Metformin oder Acarbose, eventuell durch Sulfonylharnstoffe ergänzt, eingesetzt. Ziel der Therapie ist es, eine möglichst gute Wirkung mit minimalen Nebenwirkungen zu erreichen. Nach aktuellen Empfehlungen der Deutschen Diabetes Gesellschaft können schlechte HbA1C-Werte durch die zusätzliche Gabe eines langwirksamen Basalinsulins zur Tablettenbehandlung gebessert werden (basalunterstützte orale Therapie).
Bei der alleinigen Insulin-Therapie wird versucht, den Diabetes zusätzlich zur richtigen Ernährung mit Hilfe von Insulinspritzen gut einzustellen. Dazu wird ein Mischinsulin vor dem Frühstück, häufig auch vor dem Abendessen gespritzt, damit am Abend und in der Nacht keine Blutzuckerspitzen auftreten. Meist werden fertige Mischungen aus 25 bzw. 30% Normalinsulin und 70 bzw. 75% Verzögerungs-Insulin verwendet.
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